12 Weine des Jahres 2018, die man sich merken sollte (und nur 3 Rieslinge darunter!)

Ungefähr 4000 Weine habe ich im fast beendeten Jahr 2018 verkostet, getrunken, genippt. Eingesandte Muster, von Sommeliers im Restaurant empfohlene Attraktionen, im Keller gefundene Altbestände und allerlei neugierig gekaufte Flaschen.

2013 – ein grandioser Jahrgang. Dreissigacker – ein aufstrebender Winzer.

Viel Riesling war darunter, was beruflich bedingt ist. Bordeaux eher zufällig. Champagner, Jura, Burgund. Allerlei Schweizer Weine und ein Haufen Österreicher. Immer wieder Spanier, nicht nur Sherry, und Portugiesen. Ein paar sind mir besonders aufgefallen – so wie dieser Riesling des Weinguts Dreissigacker. Bei der Lage Morstein denken ja alle an Keller und Wittmann, aber es gibt mit Jochen Dreissigacker noch einen anderen Star.

Doch streng genommen ist 2013 ja viel zu jung, um schon getrunken zu werden. 1993 macht gerade Spaß, etwas der Riesling vom Weingut Martin Müllen, im Berliner Restaurant Einsunternull getrunken. Oder der 1937er von Wilhelm Weil, den man leider nicht mehr kaufen kann; das Weingut schenkt ihn bei passenden Gelegenheiten in kleinen Portionen aus.

Eleganz ist freilich auch jenseits der Rieslingszene zu bekommen. In der Steiermark, wo das Weingut Werlitsch einige der besten Natural Wines der Welt produziert. Sein Ex Vero ist immer eine Mischung aus Chardonnay und Sauvignon blanc, stammt je nach Bezifferung (I, II oder III) aus unterschiedlichen Höhen, ist ausnahmslos spannend. Im Carnuntum produzieren Dorli Muhr und Dirk van der Niepoort vor allem Rotweine, die mit ihrer Filigranität begeistern – egal, ob es sich um Blaufränkisch oder um Syrah handelt.

Gewürztraminer (wie der von Albert Mann aus dem Elsass) und Chardonnay (wie jener von Ganevat aus dem Jura) gehörten ebenfalls zu meinen 2018er Favoriten. So wie Champagner und kanarische Weißweine – einige der besten konnte ich im Restaurant Gofio in Madrid genießen; der Hamburger Weinhandel Wein am Limit listet ebenfalls feinste. Was die Süßweine angeht: Sind sie so präzise und würzig wie der Vigna del Volta, ein Passito aus Malvasia, will man sie immer wieder trinken. Mehr Beerenauslesen, Cream Sherry, Portwein und Madeira zu genießen, nehme ich mir für 2019 ernsthaft vor.

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